ich bin so verzweifelt. traurig. ich überlege mir wirklich nun wieder einen therapeuten aufzusuchen. aber ich bin so kraftlos und habe angst. bis wieder einer gefunden ist. und dann muss ich wahrscheinlich wieder während der arbeitszeit zur therapie. heißt also die stunden nachholen. also noch mehr arbeiten. ich weiß nicht, ob ich das schaffe. ich glaub, ich pack das jahr eh nicht. ich will. aber es geht einfach nicht. ich will immer kämpfen. und ich tue es auch irgendwie immer. aber ich glaube, langsam verliere ich die kraft dazu. grad würd ich am liebsten einfach nur in ne klinik. obwohl ich das eigentlich nie wollte. einfach weg von hier. von all dem. aber wahrscheinlich wird mir diese eh nicht helfen. so viele mädels hier sind kaum aus der klinik draußen, schon wollen sie wieder abnehmen. was also hat dieser klinikaufenthalt gebracht? was hat meiner schwester ihr vierter klinikaufenthalt gebracht? nichts. am freitag war sie bei mir. hat bei mir übernachtet. sie ist so dünn wie eh und je. ich sehe keine veränderung. und sie wirkt so verdammt traurig. sie wird wohl erstmal nicht mehr arbeiten. ihr hartz 4- antrag ist in bearbeitung. sie muss wieder zurück nach hause ziehen bzw. in den nachbarort, weil sie ind er großstadt ihre miete nicht mehr zahlen kann. sie ist nun zu 70% als schwerstbehindert eingetragen. schwerstbehindert? wegen einer essstörung. was ist das für ein leben? ich möchte nicht so leben. aber ich bin immernoch so dick. es geht einfach nicht. ich habe das gefühl, mich endlich mal durch etwas zu definieren. ich weiß nicht weiter. ich möchte glücklich sein. glücklich oder einfach nicht mehr da sein. ich habe momentan nicht viel lebenskraft. und wieder möchte ich mir wehtun. merken, dass ich noch existiere. mehr kann ich glaub ich grad nicht schreiben. es geht mir nicht gut.23.33h: ich habe mir wehgetan. pinzette mit feuerzeug heiß gemacht. verbrannt. wieder am arm. zu wenig. ich möchte mehr. aber zuviel angst vor der reaktion meines freundes.

Manche Autoren brauchen einfach keine großen Worte, um den Leser den Tränen nahe kommen zu lassen...
AntwortenLöschenIch lese gerne Blogs von anderen, die das Gleiche oder Ähnliches durchmachen. Da fühlt man sich weniger alleine, obwohl das auch wieder so eine "Pseudo-Zugehörigkeit" ist und eben nicht im wirklichen Leben stattfindet.
Dass mit deiner Schwester tut mir sehr leid. So will keine/r "enden". Sie kann ja noch die Kurve bekommen. Es gibt so viele hübsche Mädels, die schon an dem Hungertod vorbei geschrammt sind & es doch irgendwie aus dieser Sucht geschafft haben. Es sind zwar wenige, aber es gibt solche Wunder! Ganz bekommt man eine Essstörung wohl auch nie aus dem Kopf. Nach ein paar Jahren der Fehlernährung schaltet der Kopf um & alles was man tut, scheint einem plötzlich normal zu sein. So war es bei mir vor 2 Jahren, als ich noch schlimm in die Bulimie war. 2-3 Tage sich mit Essen vollstopfen, es (teilweise) erbrechen und an den restlichen Tagen wurde nur Flüssiges zu mir genommen: Kaffee, Joghurt, Brühe. Ich dachte, dass sei "normal". Ha, wie ich heute darüber nur lachen kann & trotzdem kommt man von diesem Zwang nicht los.
Ich habe in letzter Zeit so viele neue Blogs mir zu Gemüte geführt, da weiß ich jetzt bei dir nicht, ob du bereits Klinikerfahrung hast. Ich würde dir zu einer Klinik raten. Verlieren kannst du ja nichts mehr...
Liebe Grüße,
Simone