Freitag, 17. Februar 2012


seit dem 8.2. bin ich jetzt in der klinik. 
es ist anstrengend. und ich möchte am liebsten wieder nach hause. jeden tag auf's neue muss ich mir sagen `die nächsten 12 stunden schaffst du'. es ist noch ein langer weg. und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich das schaffe. ich muss jeden morgen auf die waage. es ist die hölle. heute hatte ich wieder weniger. aber es sind immernoch fette 44,0. ich möchte weniger wiegen. aber ich darf nicht. im gegenteil. ich darf nicht mehr kotzen. muss mich langsam an normale mahlzeiten rantasten. wenn denn wenigstens meine verdauung da mitspielen würde. ich habe die ganze zeit bauchschmerzen. luft im bauch. das gefühl, durchfall zu bekommen. ganz toll. so kann man sich auch sau gut auf die therapien konzentrieren. 
das essgestörten-programm ist total heftig. man wird total ins kalte wasser geworfen. ich kann einfach nix erzählen. und doch muss ich. ich hoffe, ich gewöhne mich noch daran. ich hoffe, meine verdauung gewöhnt sich noch dran. ich hoffe, dass ich nicht aufgebe. ich hoffe, ein stück gesund zu werden ... 



ohne dich hätte ich schon längst aufgegeben. 

Dienstag, 24. Januar 2012

46,6.

ich liege im bad auf dem boden. kann nicht aufhören zu heulen. möchte sterben. möchte, dass das einfach alles nur noch ein ende hat. ich werde nicht mehr essen, bis zur klinik. ich darf einfach nicht mehr. bitte, lass es klappen. bitte. oder lass mich einfach sterben.

Samstag, 21. Januar 2012

crossroads.








'It remains to be seen
To which side I'm gonna lean
Which road will I choose?
What will I gain, what will I lose?

It's just a crossroads
Is the light red or is it green?
I'm getting mixed signals
I really don't know what they mean.'




ich müsste eigentlich aufräumen. sauber machen. 
da meine eltern und meine sis morgen kommen. ich habe keine lust. es ist immer so anstrengend.
und ich bin es leid, mich immer zu verstellen. warum ich das mache? keine ahnung. ich bin es auch leid, meine schwester zu sehen. nein, nicht, weil ich sie nicht liebe. ich ertrag es nicht, sie so dünn zu sehen, während ich immer fetter werde. es ist einfach nur krank, so zu denken. die eine seite in mir bedauert sie. findet sie hässlich, weil sie so dürr ist. die kranke seite in mir himmelt sie heimlich an. will auch so dünn sein. schämt sich, so fett neben ihr zu sein. es soll einfach aufhören ... ich glaube, ich werde ihnen absagen.

ich hatte gestern post von der klinik im briefkasten. am donnerstag habe ich ein vorgespräch. ich bin aufgeregt. gleichzeitig haben sie mir schon eine 'therapie-vereinbarung' mitgeschickt, die ich unterschreiben muss. ganz schön heftig. bei nem bmi <17 'zimmerruhe'. nur 3 mal täglich 45mn raus zum essen und 2x 15mn an die frische luft. sau krass... es gibt 3 'gewichtszunahmeprogramme'. das 1. für einen bmi von 13,5 bis 15. das 2. für einen bmi von 15-17. ja und das 3. eben ab nem bmi von 17. zu dem ich dann zähle... das sind dann wohl die, die nicht so 'krank' sind... so, wie ich mich eh immer fühle. nicht krank genug, um in eine klinik zu gehen. zu fett, um in eine klinik zu gehen.

ich mag nicht mehr. habe keine kraft mehr. für gar nichts. ich weiß nicht, wohin mein weg mich führen wird. abnehmen bevor ich in die klinik gehe? gesund werden? krank bleiben?